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Transdisciplinary Learning Lab

 

Projektdauer: 04/2016 - 12/2020
Projektleitung: Prof. Dr. Uta Wilkens
Projektkoordination: Saskia Hohagen, Marleen Voß
Finanzierung: Im Rahmen der RUB Initiative "Forschendes Lernen" (bis 09/2017) Weitere Informationen
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen: 01PL16072
Zielstellung: Angebot eines transdisziplinären Lehrmoduls zur Erkundung und Gestaltung kolloborativer Wertschöpfungsprozesse am Beispiel von Product-Service Systems (PSS)

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung 

InStudies


Hintergrund und Zielsetzung:

Die Ruhr-Universität Bochum möchte mit dem Zukunftskonzept der Lehre "Forschung erfahren, erlernen, leben" den Studienreformprozess fortschreiben und den Studierenden mehr Selbstständigkeit ermöglichen, die Attraktivität des Studiums dadurch weiter erhöhen und das Profil in der Lehre überregional und international noch sichtbarer machen. Im Rahmen dieser Initiative fördert die Ruhr-Universität Bochum unter anderem auch die Weiterentwicklung des "Transdisciplinary Learning Lab".

InSTUDIESplus

Mit dem Projekt inSTUDIESplus geht die qualitative Weiterentwicklung der Lehre an der RUB in die zweite Förderphase. Dabei stehen individuelle Profilbildungen in einer forschungsbasierten, praxisorientierten, interdisziplinären und internationalen Lehre besonders im Fokus.
Das Ziel von inSTUDIESplus ist es daher, Studierende in ihrer individuellen Profilbildung bestmöglich zu unterstützen, indem fachspezifische und fachübergreifende Angebote die unterschiedlichen Vorkenntnisse und Interessen der Studierenden berücksichtigen. Korrespondierend dazu wird die institutionelle Verankerung dieses Profilbildungsprozesses in den Curricula und Regelungssystemen der Fakultäten weiter forciert.

Maßnahmenfeld „In die Praxis“

Während es an der RUB über Fächergrenzen hinweg sehr ähnliche Vorstellungen von forschungsorientierter Lehre und Internationalisierung gibt, stellt sich dies bei der Praxisfundierung anders dar. In professionsorientierten Studiengängen (z.B. Medizin, Lehramt) assoziiert man damit konkrete Anwendungen und Erprobungen. In weniger professionsorientierten Fächern kann aus der Auseinandersetzung mit Praxis und praktischer Anwendung eine stärkere Motivation für das fachwissenschaftliche Studium erreicht werden. Gemeinsam ist den Fächern, dass sie die Frage des Transfers zwischen Wissenschaft und Praxis noch als nicht optimal gelöst sehen. Daher werden im Maßnahmenfeld „In die Praxis“ neue konzeptionelle Ansätze entwickelt, um die Verzahnung von Forschung und Wissenstransfer sowie Lehre und Praxis weiter auszubauen.

HINTERGRUND ZUR ENTSTEHUNG DES TRANSDISCIPLINARY LEARNING LAB

Im Projekt SFB TR 29 Engenieering hybrider Leistungsbündel wurde im Transferprojekt T5 der Prototyp eines Unternehmensplanspiels zur Simulation kolloborativer Wertschöpfungsprozesse in Product-Service Systems (PSS) entwickelt. Der Einsatz dieses Prototyps in der Lehre erlaubt es Studierenden der Ingenieur‐ und Wirtschaftswissenschaft sich mit den spezifischen Herausforderungen von Organisationen bei der Entwicklung zum integrierten Lösungsanbieter auseinanderzusetzen (neue Geschäftsmodelle, Koordinationsaufwand, Komplexitätsbewältigung). Zugleich wurde damit eine Laborumgebung als multimediale und webbasierte Lehr‐ und Forschungsplattform geschaffen, deren weiteres Potenzial für eine forschungsorientierte Lehre im Rahmen des Projekts erschlossen wird. Hierdurch wird es Studierenden nachhaltig ermöglicht, über einen eigeninitiativ entdeckenden Lernansatz in interdisziplinären Teams die Dynamiken von PSS und auch Industrie 4.0 systematisch zu erschließen.

Ziel

Das Ziel des Forschungsprojekts ist es, eine Laborumgebung für interdisziplinäres forschendes Lernen zu schaffen. Die Laborumgebung soll Studierenden der Wirtschaftswissenschaft, Ingenieurwissenschaften und Arbeitswissenschaft als ergänzendes Wahlmodul verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus sollen Studierende anderer Disziplinen (z. B. Psychologie oder Medienwissenschaft) angesprochen werden. Unter diesen Gesichtspunkten besteht eine wesentliche Aufgabe des Projekts in der Disziplinen-übergreifenden Zusammenführung von Studierendenkohorten und deren Begleitung im Prozess des forschenden Lernens. Des Weiteren zielt die Weiterentwicklung des Learning Lab darauf ab, folgende Potenziale zu erschließen:

  • Im Feld kaum erforschte Untersuchungsgegenstände werden mittels Simulation (Lernlabor) exploriert und als Wissenschaftsfeld für die universitäre Lehre systematisiert
  • Im Rahmen eines interdisziplinären Lehr-Lern-Ansatzes werden die Studierenden in ihrer je spezifischen fachlichen Expertise eingebunden (keine Nivellierung aufgrund unterschiedlicher Vorkenntnisse)
  • Mit dem Simulationsansatz kann über die Vermittlung praxisbezogener Kompetenz hinausgegangen werden, indem ein modulares Lernlabor konzipiert wird

KONZEPT DES TRANSDISCIPLINARY LEARNING LAB

Konzept der Laborumgebung

 

Monographien / Referierte Zeitschriftenaufsätze / Beiträge in Sammelbänden / Begutachtete Konferenzbeiträge

  • Voß, M. & Hohagen, S. (2019). Transdisciplinary Learning Lab: innovative teaching approach based on business simulation. Proceedings of the ISPIM Innovation Conference. (accepted).

Vorträge / Posterpräsentationen

  • Hohagen, S. & Voß, M. (2019). Transdisciplinary Learning Lab – ein transferorientiertes Lehr-Lern-Format. Posterbeitrag auf dem Symposium „Transfer in die Lehre. Zumutung oder Chance?“, Hegne, 13.-15.03.2019.
  • Braukhoff, Y., Engel, Y., Hohagen, S., Krukenbaum, T., Vaughn, V., & Voß, M. (2019). Verstetigungsstrategien praxisorientierter Lehr-Lern-Formate am Beispiel des Projektes „inSTUDIES“ der Ruhr-Universität Bochum. Diskurswerkstatt auf der dghd-Jahrestagung 2019, Leipzig, 05.-08.03.2019.